Brasilien – Land des Rhythmus, Land der Zigarren

Geht es um brasilianische Zigarren, geht es in erster Linie um Zigarren, deren Tabak zwar teilweise in Brasilien geerntet wurde, die selbst aber meist in einem anderen Land gefertigt wurden. Dabei gehört die Zigarre bereits seit einigen Jahrhunderten zum erfolgreichen Wirtschaftszweig in Brasilien. Bereits in den 1660er Jahren eröffnete das erste Verkaufsgebäude für Tabak seine Pforten. Seitdem läuft der Export von brasilianischem Tabak sehr gut. In erster Linie europäische Hersteller kaufen den brasilianischen Tabak gerne ein, um diesen dann weiterzuverarbeiten.

 

Brasilianische Zigarren und ihre Herkunft

Die Hauptanbaugebiete des Tabaks liegen im Nordosten der República Federativa do Brasil in der Region Arapiraca und der Region Reconavo. Letztere Region gehört zum weltweit berühmteren Anbaugebiet. Ihr Bezeichnung Bahia und Mata Fina findet sich häufig in den Bezeichnungen der Zigarre selbst wieder. In der bekannten Region Reconcava wird von selbstständigen Pflanzern auf ihren eigenen Pazellen Tabak angepflanzt, der dann in die ganze Welt weitergeschickt wird. Die Tabakbauern profitieren von der großen Fruchtbarkeit der Region. Der perfekte, leicht sandige Boden bietet zusammen mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 25 Grad Celsius und zahlreichen, starken Niederschlägen den perfekten Ort für den Anbau von Tabak. Tabak, der aus dem Anbaugebiet Bahia stammt, wird meist für Umblätter und Einlagen verwendet. Das Gebiet Mata Fina mit seiner dunklen und eleganten Sorte liefert hingegen die Blätter für das Deckblatt.
 

 

Ernte und Geschmack

Der Vorgang der brasilianischen Tabakernte unterscheidet sich wesentlich von dem, wie er in Mittelamerika stattfindet. Die Pflückung sowie die Trocknung erfolgt hier in ganzen Pflanzen und nicht mit einzelnen Blättern. Die Brasilianer legen bei ihrer Ernte also in erster Linie Wert darauf, dass die Blätter auch noch nach der Ernte mit Nährstoffen versorgt werden und somit während des Trocknungsvorgangs weiterhin starke Aromen entwickelt. Durch den speziellen Fermentationsprozess, der in etwa sechs Monate bei 50 bis 55 Grad Celsius dauert, erhält der Tabak dann letztlich seinen so bekannten und beliebten würzigen Geschmack.

 

Typisch für den brasilianischen Tabak ist eine leicht pfeffrige Note, die mit süßlichen und erdigen Aromen verbunden ist. Der Tabak liegt eher auf der milderen Seite. Zigarren aus Brasilien gehören mit zu den wervollsten Zigarren weltweit. Allerdings gibt es nur noch wenige Zigarrenhersteller, deren Ursprung in Brasilien liegt, dazu gehören Alonso Menendez und Regalia Fina.

 

Brasilien – Das Land

Frau steht am Holzzaun vor einem großen WasserfallDie Republik Brasilien ist mit einer Fläche von über 8,5 Millionen Quadratkilometern beinahe so groß wie ganz Europa und ist damit der fünftgrößte Staat der Erde. Sein Name hat das Land durch den Brasilholz-Baum erhalten, der inzwischen nahezu ausgestorben ist, da er viel und häufig nach Europa importiert wurde. Brasilien besteht zu 60 Prozent aus dem von Bergmassiven geprägten Bergland von Guayana und dem Brasilianischen Bergland im Süden. Zwischen diesen beiden Bereichen liegt das Amazonas-Tiefland.

 

Im Jahre 1500 wurde Brasilien das erste Mal im Namen Portugals besetzt, woraufhin die meisten einheimischen Indianer nahezu ausgerottet wurden. 1825 wurde Brasilien als unabhängiger Staat anerkannt, der nun einen wirtschaftlichen und geistigen Aufschwung erlebte. Heute ist Brasilien eine Bundesrepublik mit einer präsidentiellen Demokratie.

 

In Brasilien leben in etwa 191 Millionen Einwohner, die zu 75 Prozent katholisch sind, portugiesisch als Amtssprache sprechen, gerne Samba tanzen und Zuckerrohrschnaps pur trinken. Brasilien gilt, abgesehen von den Elendsvierteln, als relativ sicheres Land.

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