Cohiba – Königin unter den Zigarren

Der klangvolle Name Cohiba ist gewiss nicht nur eingefleischten Zigarrenkennern ein Begriff, zumal diese im wahrsten Sinne exklusiven Zigarren noch immer ein unbestreitbares Prestigeobjekt sind. Besagte Exklusivität ist darauf zurückzuführen, dass anfänglich ausschließlich Staatsoberhäupter und Diplomaten in den Genuss einer echten Cohiba kommen durften. Daher besaß diese besondere Zigarre, welche gerne auch als die Königin unter den Zigarren oder die Königin der Kubaner bezeichnet wird, zunächst keinen Markennamen sowie die dazugehörende Bauchbinde mit beständigem Emblem, sondern spezielle Binden, welche Bezug zum Beschenken hatten.

Ihren Namen verdanken die Cohibas einem um 1966 geführten Gespräch des zumindest in Fachkreisen berühmten Zigarrenrollers Eduardo Riveras mit seiner Assistentin. Dabei stammt der Name Cohiba aus der Sprache der Taino genannten Ureinwohner Kubas und bedeutet übersetzt in etwa Wickel aus Tabakblättern. Daran erinnert auch das Emblem der bis heute gängigen Bauchbinden, welche den Kopf eines Häuptlings der Taino namens Hatuey zeigt.

Cohibas für Fidel Castro

Zigarre von Cohiba mit BauchbindeZu Beginn rollte Rivera die Cohibas für sich. Dies änderte sich jedoch, als niemand Geringeres als Fidel Castro eine dieser Zigarren 1963 von seinem Leibwächter geschenkt bekam. Sofort war Castro von der herausragenden Qualität der später als Cohibas bekannt gewordenen Zigarren überzeugt, sodass er sich diese fortan von Rivera herstellen ließ. Schon im darauf folgenden Jahr wurden die hochwertigen Zigarren wie bereits erwähnt erlesenen Gästen des Landes zum Geschenk gemacht. Nicht zuletzt aufgrund der dadurch stetig steigenden Nachfrage wurden die Cohibas von 1967 an nicht mehr nur von Rivera, sondern in einer Zigarrenmanufaktur, die später unter dem Namen El Laquito berühmt wurde, hergestellt.

Dennoch wurden die Cohibas noch immer von Hand gerollt, was sich bis heute nicht geändert hat. Diese Handarbeit ist sicherlich einer der Gründe, weshalb sich die Cohibas qualitativ so deutlich von anderen Zigarren auf dieser Welt abheben. Ein weiterer Grund für die gegebene Qualität und vor allem für den vorzüglichen Geschmack der Cohibas ist die Tatsache, dass der Tabak einer Cohiba nicht wie bei herkömmlichen Zigarren üblich zweimal, sondern gleich dreimal fermentiert wird. Außerdem heißt es, dass die Manufaktur El Laquito das Vorrecht hätte, als Erste die Tabakblätter der jeweiligen Jahresernten auszusuchen, wobei dies durchaus dem Bereich der Mythen zugezählt werden kann, vielleicht ist es aber auch wahr. Keiner weiß es genau.

Cohibas für jedermann

Bis die erste Cohiba auf den freien Markt kam und für jedermann erhältlich war, dauerte es von der Namensgebung an weitere 15 Jahre. Doch wenngleich die Cohiba von ihrem Markteinzug im Jahre 1982 zu einem unvergleichlichen Triumphzug um die Welt ansetzte und überall auf großen Anklang traf, blieb sie den US-Amerikanern aufgrund des Kuba-Embargos verwehrt. Diese selbst auferlegte Abgrenzung der USA änderte sich auch nicht, als die bis dato gehandelten Cohibas zum 500. Jahrestag der Entdeckung Amerikas durch Christopher Columbus um eine zweite Linie ergänzt wurde. Diese Linie trug dann auch den Namen Linea 1492.

Seitdem gab es unzählige weitere Sondereditionen der Cohiba Zigarren, welche zumeist Jubiläen der Marke oder der jeweiligen Linien und Zigarrenformate zum Anlass hatten. Die meisten dieser Editionen wurden in stark limitierten Auflagen angeboten, was sie zu einer unvergleichbaren Rarität macht, wodurch sie sich von der ohnehin schon gegebenen Exklusivität einer Cohiba nochmals deutlich abheben.

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