Das Rollen einer Zigarre

Bei der Herstellung einer Zigarre dreht sich alles um die Einlage, das Umblatt und das Deckblatt. Alle drei zusammen ergeben erst die besondere Zigarre, ihren Geschmack und ihr Aroma.

  • Die Einlage besteht aus verschiedensten Tabaksorten, wobei die Mischung meist das Geheimnis des Zigarrenherstellers bleibt, da sie den Geschmack wesentlich bestimmen. Dabei ist die gerissene Einlage als Shortfiller, die ganz entrippte Einlage als Longfiller bekannt.
  • Als Umblatt dient nur ein einziges Tabakblatt oder auch ein Teil dessen. Das Umblatt muss besonders elastische Eigenschaften aufweisen, da die Einlage damit umwickelt wird.
  • Das Deckblatt ist schließlich – wie der Name schon vermuten lässt – für die äußere Umhüllung von Einlage und Umblatt zuständig. Sie stellten einen entscheidenden Geschmacksträger dar, beeinflussen aber vor allem Aussehen und Glimmfähigkeit.

Manuelles Rollen

Zutaten und das Wissen um diese machen allein aber noch keine gute Zigarre. Die drei Zutaten der Zigarre müssen auch professionell gerollt werden, um eine perfekt anzusehende, rauchbare und schmackhafte Zigarre entstehen zu lassen. Wahrer Genuss kommt aus der Perfektion des Ganzen – und nicht nur aus einem schmackhaften Tabakblatt.

Es gilt zuallererst die Einlage zu wickeln, dann Einlage und Umblatt zusammenzubringen und zum Schluss das Deckblatt ansehnlich hinzuzufügen. Diese Arbeit erfolgte jahrzehntelang bei allen Zigarrenherstellern per Hand. Das obige Video zeigt, wie viel Zeit dadurch in Anspruch genommen wird. Pro Stunde können geübte Hände etwa 30 Stück der schmackhaften Zigarren rollen – bei der heutigen Nachfrage könnte das Angebot so niemals alle Wünsche decken.

Maschinelles Rollen

In den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurden dann Maschinen entwickelt, welche das Wickeln und Überrollen in kürzester Zeit übernehmen konnten. Bei dieser technisch hochentwickelten Prozedur werden bis zu 200 Stück pro Minute hergestellt. Zigarrenhersteller schwören, dass diese maschinelle Fertigung der Qualität keinen Abbruch tut, denn letztendlich bleibt die Zigarre trotz hochwertiger Technik ein arbeitsintensives Produkt.

Für ein perfektes Aussehen werden die Zigarren nach der Produktion in einer Sattel- oder einer Spiegelpressung gepresst. Ungepresste Zigarren bezeichnet man als Roller.

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