Das Wochenende einläuten im Zigarrenclub

Zigarre am WochenendeFreitag, das Wochenende steht vor der Tür. Auf der Arbeit gibt es noch mal so richtig viel zu tun, aber die ganze Woche über freut man sich schon auf eines: den Abend im Zigarrenclub.
Freunde des guten Geschmacks und des vollendeten Tabakgenusses treffen sich in der ganzen Republik in ihren Clubs, um ihre Leidenschaft in angenehmer Gesellschaft zu zelebrieren. Nicht nur in den großen Städten gibt es Vereinigungen der Zigarrenfreunde.

Wie funktioniert ein typischer Zigarrenclub?

Zu den Gründungsmitgliedern können ganz verschiedene Zigarrenliebhaber gehören: Zigarren-Sommeliers, Zigarren-Gourmets, Gelegenheitsraucher und solche, die Zigarrengenießer werden wollen. Frauen sind dabei ausdrücklich erwünscht. Es gibt verschiedene Clubkonzepte, die aber meist locker gehandhabt werden.
Allgemeine Zigarrenclubs schreiben sich pauschal die Förderung der Zigarrenkultur auf die Fahnen. Die gehobene, genussorientierte Lebensart wird dabei nicht nur durch Zigarrenrauchen ausgedrückt, sondern umfasst alle Facetten des Gaumengenusses, also auch Speisen und Getränke. Neben den regulären Clubtreffen, bei denen das Rauchen und der Austausch darüber im Mittelpunkt stehen, gibt es Dinners, Picknicks und besondere Ausflüge. Man trifft sich zu Whiskey- oder Wein-Verkostungen, unternimmt Ausfahrten in edlen Autos oder organisiert ein Essen zu speziellen Anlässen wie Feiertagen oder saisonalen Genüssen. Selbst echter Sport muss dabei nicht zu kurz kommen: Die Mitglieder des Berliner Cigarren Club Unter den Linden e.V. etwa nehmen auch an Laufveranstaltungen für gute Zwecke teil.

Genussvoller Feierabend: After Work Smoke

Für den Ausklang des Tages bei einer guten Zigarre in bester Gesellschaft gibt es After Work Smoke Clubs. Dafür gibt es sogar eine bundesweite Vereinigung, den AWS, zu dem regionale Dependancen in Hamburg, München, Frankfurt, Düsseldorf, Königsstein, Leipzig, Dresden, Berlin und Stuttgart gehören. Die monatlichen Rauch-Events werden jeweils regional organisiert und es können pro Stadt 30 bis 50 Personen daran teilnehmen.
Meist trifft man sich in Bars oder Restaurants, nimmt einen guten Drink zu sich und isst eine Kleinigkeit oder auch mal ein opulentes Dinner und raucht natürlich nach Lust und Laune Zigarren. In solchen Runden kann man sich nicht nur über Genusstechniken und Erfahrungen mit Speisen und Getränke zu den Zigarren austauschen, sondern auch über die Bevorzugung bestimmter Sorten.
Das zwanglose Knüpfen von geschäftlichen und privaten Kontakten nach britischem Vorbild stellt der Club-Cigars in München in den Vordergrund. Hier kann man sich auch spontan hinzugesellen, es kostet keinen Eintritt und man kann seine mitgebrachten Zigarren in der Gesellschaft Gleichgesinnter genießen. Die Münchner bieten alternativ auch Zigarren aus dem clubeigenen Humidor an.
Freunde des „braunen Goldes“ müssen also nicht einsam im stillen Kämmerlein dem Genuss frönen. In Zigarrenclubs lernt man nicht nur Gleichgesinnte kennen, sondern entdeckt möglicherweise auch die eine oder andere neue Zigarrenmarke und das Vergnügen steigernde Gaumenbegleitung für sich.

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