Der Boom Nicaraguanischer Zigarren

Tabakfabrik in Esteli, NicaraguaNicaragua durchlebt eine goldene Generation. Die Rede ist jedoch nicht von der Fußball-Nationalmannschaft, die sich auf einem abgeschlagenen 153. Platz der FIFA-Weltrangliste befindet – die Rede ist viel mehr von der blühenden Zigarrenindustrie des Landes. Die Tabak- und Zigarrenindustrie ist eine Erfolgsgeschichte in einem Land, welches solche Erfolgsgeschichten gut gebrauchen kann: Schließlich gehört Nicaragua nebst Haiti und Bolivien noch zu den ärmsten Ländern der westlichen Hemisphäre.

Die wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre gibt jedoch Anlass zur Hoffnung. So wächst die Wirtschaft Nicaraguas momentan mit knapp 5% im Jahr überdurchschnittlich stark. Gleichzeitig hat sich die Inflationsrate in den letzten Jahren stabilisiert. Insgesamt macht die Wirtschaft Nicaraguas also Schritte in die richtige Richtung. Insbesondere im Tourismus sehen Experten noch jede Menge Wachstumspotenzial.

Wie die Tabak- und Zigarrenindustrie zum wirtschaftlichen Aufschwung Nicaraguas beiträgt

Eine wahre Erfolgsgeschichte findet sich jedoch in der Tabak- und Zigarrenindustrie. Nicht umsonst spricht man in Nicaragua bereits von einer goldenen Generation der Zigarren. Die Zahlen und Statistiken unterlegen diesen Erfolg. So wurden im Jahre 2008 Nicaraguanische Zigarren im Wert von etwas über 20 Millionen US Dollar exportiert, für das Jahr 2013 liegt dieser Wert bei knapp 45 Millionen US-Dollar. Vom Aufschwung der Zigarrenindustrie hat besonders die Region Estelí im Norden des Landes profitiert. Die Region Estelí hat in etwa 220.000 Einwohner, von denen rund 120.000 in der gleichnamigen Hauptstadt leben. Die Region ist seit jeher für den Tabakanbau sowie für die Zigarrenproduktion bekannt. Sie profitiert daher besonders stark vom aktuellen Boom der nicaraguanischen Zigarrenindustrie. Neben Estelí ist auch noch die Region Nueva Segovia sowie die Insel Ometepe – die weltweit größte vulkanischen Süßwasserinsel – für den Tabakanbau bekannt. Schätzungen gehen davon aus, dass die nicaraguanische Zigarrenindustrie etwa 35.000 direkte und weitere 45.000 indirekte Arbeitsplätze geschaffen hat.

 

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