Ein guter Humidor: worauf es bei einem Test ankommt

verzierter Humidor mit SchlüsselEin Humidor ist die ideale Aufbewahrungsmöglichkeit für Zigarren. Der Begriff selbst leitet sich vom lateinischen Wort humidus – feucht – ab. Der Name ist hier Gesetz: Zigarren werden im Humidor durch feuchte, regulierte Luft vor dem Austrocknen geschützt. Im Inneren herrschen optimale Temperaturen von 18 bis 22 Grad und eine Luftfeuchtigkeit, die ungefähr 70 Prozent beträgt. Damit gewährleisten Humidore nicht nur Schutz vor Umwelteinflüssen, sondern sorgen speziell bei hochwertigen, teuren Zigarren für eine Weiterentwicklung des Aromas. Nicht zuletzt kann ein Humidor auch rein äußerlich ein Schmuckstück sein. Auf dem Markt existiert eine Vielzahl von Modellen, die mit edlen Furnieren einen Blickfang in der Wohnung darstellen. Für den Privathaushalt bieten sich Tischhumidore in verschiedenen Größen an. Sammler und Liebhaber können sich jedoch auch für einen Schrankhumidor entscheiden, der ein wesentlich größeres Platzangebot zur Verfügung stellt.

 

Die große Vielfalt der Humidore

Humidore sind mittlerweile in zahlreichen Variationen erhältlich. Nicht nur unterschiedliche Größen, auch verschiedenste Materialien bieten sich für den Bau eines Humidores an. Ursprünglich galten Humidore vermehrt als Schmuckstück für wahre Aficionados.

 
Mittlerweile besitzt allerdings jeder leidenschaftliche Zigarrenraucher solch einen Aufbewahrungsort, um beim Lagern von Zigarren das Aroma zu schützen und gleichzeitig die Produkte vor dem Austrocknen zu bewahren. Selbst über Jahre hinweg können so Tabak haltige Produkte aufbewahrt und genießbar gehalten werden.

Je nach Hersteller variiert die Kunst des Humidor-Baus

detaillierter Ausschnitt eines HumidorsEinen Humidor nach traditioneller Art zu bauen erfordert nicht nur viel Geschick, sondern auch viel Wissen darüber, welche Funktionen ein guter Humidor erfüllen muss. Bekannte Hersteller wie Adorini, Cohiba oder Elie Bleu Humidor produzieren seit Jahren erfolgreich ihre traditionellen Zigarrenaufbewahrungen, unterscheiden sich aber dennoch in der Herstellungsweise. So lässt sich bei Adorini beispielsweise in einem starken Korpus aus Zedernholz zumeist ein bereits vorkalibrierter Haar-Hygrometer finden, welche im Zusammenspiel mit Ventilationsrippen für eine perfekte Luftzirkulation innerhalb des Humidors sorgt. Die Bauart sowie die im Humidor befindlichen Einsätze und Gadgets unterscheiden sich je nach Modell und Hersteller – optimal, um den perfekten Humidor für die eigenen Bedürfnisse auswählen zu können.

Die Materialien

Ein Humidor, der den Humidor-Test bestehen soll, muss mehrere Merkmale aufweisen. Die Wände des Humidors bestehen aus Schichtpressholz, beispielsweise aus MDF. Die äußere Verkleidung kann eine Lackierung sein oder auch aus unterschiedlichen Furnieren hergestellt werden. Im Inneren ist ein dünnes Zedernholzfurnier angebracht. Hier liefert ein Humidor Test interessante Aspekte. Zedernhölzer besitzen je nach Herkunft ein eigenes Aroma, das unter Umständen den Geschmack der Zigarren beeinflussen kann. Am besten eignet sich die sogenannte spanische Zeder, die mit dem Tabakaroma eine harmonische Verbindung eingeht und den Eigengeschmack nicht übertönt.

 

Die Luftfeuchtigkeit

Hochwertiger, geöffneter Humidor

Des Weiteren besitzen Humidore Module zur Feuchtigkeitsregulierung. Das sind Speichermedien in einem Gehäuse, die Wasser aufnehmen und kontrolliert wieder abgeben. Als Speicher können Schäume, Schwämme oder Bimssteine eingesetzt werden. Zur Befeuchtung verwendet man destilliertes Wasser. Ein Humidor Test gibt darüber hinaus Aufschluss über die Art der Feuchtigkeitsregulierung. Neben der klassischen Befeuchtung steht eine elektronische Befeuchtung zur Wahl. Hier wird die Luftfeuchtigkeit exakt gemessen und bei einem Überschreiten der optimalen Grenze automatisch gestoppt. Am Hygrometer kann der Grad der relativen Luftfeuchtigkeit abgemessen werden.

 

Der Preis

Die Preisunterschiede beziehen sich auf die Art der Bauweise und eine eventuelle elektronische Steuerung. Gute Humidore müssen nicht teuer sein. Exklusive Modelle liegen meist wegen der aufwändigen Oberflächenbearbeitung in einem höheren Preissegment. Die Wahl des richtigen Humidors fällt mit dem Überblick, den ein Humidor Test bietet, dem interessierten Käufer leicht.

 

Die Vielzahl der Hersteller macht es allerdings oftmals unmöglich, einen Humidor Test als Verbraucher selbst durchzuführen. Daher lohnt es sich, sich auf Testberichte verlassen zu können, um so verschiedene Anbieter und Modelle miteinander vergleichen zu können.

 

Wie sieht ein Humidor-Test aus?

Um einen Humidor zu testen, bieten sich verschiedene Kriterien an.

  • Test nach Hersteller
    So kann beispielsweise zwischen verschiedenen Produkten diverser Hersteller kategorisiert werden. Hersteller wie Philippi, Davidoff, Liebherr oder Adorini bilden dabei die namhaftesten Produzenten.
  • Herstellungsart
    Obwohl es sich bei der Herstellung von Humidoren stets um ein traditionelles Handwerk handelt, können sich auch hier Unterschiede herauskristallisieren. Ist für den Bau beispielsweise edles Lagerholz verwendet worden? Wurde der schlichte Holzkorpus mit weiteren Materialien wie beispielsweise Leder oder Edelstahl ergänzt? Neben der klassischen Variante von Holzhumidoren finden sich immer wieder Erzeugnisse aus anderen Materialien.
  • Verarbeitung
    Auch die Machart des Humidors kann bei der Wahl des passenden Produktes entscheidend sein – das Auge raucht eben auch gerne mit. Verschiedene Farbtöne erlauben ebenso eine Differenzierung wie die Qualität der Handarbeit. Verzierungen, Muster sowie Ausschmückungen durch diverse Materialien zeichnen hochwertige Humidore aus.
  • Stauraum
    Mit als wichtigstes Kriterium gilt der zur Verfügung stehende Stauraum im Innern des Humidors. Wichtig sind hier die Angaben des Herstellers. Für welche Zigarrenmarke ist dieser Humidor besonders geeignet und wie vielen Zigarren wird dort Platz geboten, ohne dass diese zu dicht aufeinander lagern?
  • Gadgets
    Neben dem Korpus besteht ein Humidor noch aus viel mehr. Geräte zur Messung und Einstellung der Temperatur sowie der Luftfeuchtigkeit gehören dabei mit zum wichtigsten Equipment. Auch ein angemessener Luftaustausch muss innerhalb des Humidors stattfinden, so dass die Zigarren trotz der Feuchtigkeit nicht zu Schimmeln begonnen können.

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