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Wohin mit den alten Zigarrenschachteln?

Verschiedene, gestapelte Zigarrenkisten

Zigarrenkisten sind die genauso edel wie Ihr Inhalt. Sie sind aus feinem, leichtem Holz gearbeitet und mit aufwändig gestalteten Aufklebern versehen, die ihnen einen besonderen Charme verleihen. Deswegen wäre es auch viel zu schade, die guten Stücke wegzuwerfen. Für die Weiterverwertung sind der Kreativität allerdings keine Grenzen gesetzt.

Die Kiste

In einer Zigarrenkiste oder -schachtel (auf Spanisch caja de puros) wird die edle Tabakware zum Transport und späteren Verkauf gelagert. Am besten geeignet zur Herstellung von Zigarrenkisten soll das Holz der Spanischen Zeder sein, da es wohlduftend und von feiner Textur ist. Zur Nachahmung desselben werden allerdings oft Eukalyptus und Tulpenbaum verwendet. Weitere typische Hölzer für Zigarrenschachteln sind Ulme, Mahagoni, Weiß-Eiche und seltener auch Linde, Walnuss- oder Rosenholz.

Auf der Kiste selbst sind eine Vielzahl an Stempeln und Aufklebern versehen, die über die Herkunft der Zigarren informieren und ihnen ein schmückendes Äußeres verleihen. Etablierte Hersteller brennen die Stempel teilweise sogar auf die Unterseite, um Nachahmung durch Fälscher zu vermeiden.

Nicht zu verwechseln sind die Boxen übrigens mit einem Humidor, der zur langfristigen Lagerung von Zigarren dient und sie mit der richtigen Luftfeuchtigkeit versorgt.

Die Verzierungen

Die Aufkleber sind allerdings nicht wahllos auf die Box geklebt: Meist wird ein bestimmtes System eingehalten und die Sticker haben verschiedene Namen:

 

  • la cubierta (Abdeckung, Hülle) ist die Bezeichnung für die Verzierung oben auf dem Deckel einer Kiste. Im 19. Jahrhundert waren dies oft aufwändig gestaltete Lithografien, die heute Sammlerwert besitzen
  • el tapaclavo (wörtl. Nagelabdeckung) bezeichnet einen kleinen Aufkleber vorn am Deckel, über dem Verschluss. Neben seinem dekorativen Element dient er auch zur Versiegelung der Kiste – genauso wie auch die filetes (Leisten, Streifen), die über die Kanten geklebt werden
  • la vista (Ansicht, Blick) nennt man die Verzierung auf der Innenseite des Deckels, die man beim Öffnen sieht. Der bofetón (Ohrfeige) indes ist der Dekor auf dem Deckblatt, das um die Zigarren gelegt ist und welches oben aufliegt

 

All diese Ornamente sind nicht nur ein Herkunftsverweis und dienen der Versiegelung, sondern sie schmücken die Schachteln überaus prunkvoll, weshalb sie bei Sammlern bisweilen sehr beliebt sind. Aber manche Aficionados und Bastelfreunde wissen noch mehr damit anzufangen.

Beschreibungen der Aufkleber auf Zigarrenkisten

Die Wiederverwertung

Man meint gar nicht, wie viel wortwörtlich in solch einer kleinen Kiste an Möglichkeiten steckt. Da die schmucken Schachteln sich gut zur Zierde eignen, stellen viele Aficionados sie ganz einfach auf und stapeln sie zu Dekorationszwecken im Wohnraum.

Damit wären wir bereits bei einer Art der Wiederverwertung: Damit die Kisten nicht bloß rumstehen, kann man sie sinnvoll als Aufbewahrungsboxen (zum Beispiel in der Küche für Teebeutel) oder Sammelkästen nutzen. Es findet sich in ihnen genügend Platz für Erinnerungen in Form von Briefen, Fotos oder kleinen Andenken. Ordentlich ausgepolstert taugen sie ebenfalls als Schmuckkästchen und mit ein wenig handwerklichem Geschick, kann man kinderleicht Setzkästen aus ihnen bauen.

Als Wand-Deko machen sie genauso viel her: Mann klappe eine flache Kiste auf, so dass der Deckel im rechten Winkel nach oben steht und spanne Bänder zu beiden Seiten (diese lassen sich mit kurzen Nägeln fixieren). Sie sollen Deckel mit Kiste verbinden und dafür sorgen, dass er beim Aufklappen nicht nach hinten fällt. Manche Boxen haben bereits solche Bänder. Nun muss man nur noch Ösen so an der Kiste befestigen, dass sie sich an die Wand hängen lässt und der Deckel nach vorn aufklappt, aber durch die Bänder gerade gehalten wird. Es entsteht ein kleines Regalbrettchen, auf dem man Kleinigkeiten platzieren kann. So angehängt eignet sich die Kiste zusätzlich als Schlüsselkasten. Malt man sie vorher noch schön von innen an, wird es ein richtiger Blickfang.

Eine Gitarre, hergestellt aus einer Zigarrenkiste

Manche Tüftler nehmen die Kästen gar auseinander und fertigen aus ihnen Bilderrahmen. Wieder andere folgen einem Trend, aus Zigarrenkisten kleine Instrumente wie Gitarren oder Ukulelen zu bauen. Mit einem Henkel versehen, wird aus der Kiste ein kleines Köfferchen. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

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