Wie verhält man sich im Zigarrenclub?

Eine Zigarre liegt auf einem Aschenbecher, daneben steht ein Glas Whiskey mit EiswürfelnZigarrenlounges und –Clubs stellt man sich meist recht ähnlich vor: Ältere Herren sitzen auf einem großen gemütlichen Sessel, lesen Zeitung oder führen leise ein Gespräch während leichte Rauchwolken über ihnen hinwegziehen. So manch einer würde sich in diese Räumlichkeiten gar nicht erst begeben, da die Atmosphäre zu steif, zu anstrengend wirkt.

 

Aber natürlich ist nicht in jeder Zigarrenlounge mit so einer Atmosphäre zu rechnen und nicht jeder Zigarrenclub besitzt strenge Regeln. Allerdings gibt es bei manchen Clubs und Lounges eine Etikette, die befolgt werden muss, da sonst ein Ausstoß möglich ist.

 

Leitfäden für Clubmitglieder

Regeln dieser Art können, müssen aber nicht für alle Zigarrenclubs stehen. Legere Clubs legen womöglich nicht allzu viel Wert auf viel Etikette, andere hingegen noch intensiver. Personen, die sich für die Mitgliedschaft in einem Zigarrenclub interessieren, sollte aber bewusst sein, dass so eine Etikette durchaus existieren kann und man sich darum vorher genauer informieren sollte.

 

  • Ein Zigarrenclub, in dem geraucht wird, muss nicht unbedingt tolerant auf Zigaretten- oder Pfeifenraucher reagieren. Toleriert wird oft ausschließlich die Zigarre.
  • Entsprechend der hochwertigen Umgangsformen kann es auch eine gewisse Kleidungspflicht geben. Dies schließt in etwa Anzüge zu Sitzungsabenden mit ein.
  • Pünktlichkeit ist ein äußerst wichtiges Gut. Wer sich daran nicht hält, kann eine finanzielle Bestrafung riskieren. Und wer zu selten anwesend ist, der wird womöglich ganz aus dem Club ausgeschlossen.
  • Ermahnt werden auch häufig jene, welche die Ruhe und Höflichkeit bei Vorträgen nicht einhalten. Wer also sein Handy nicht lautlos stellt oder lautstarke Telefonate führt, muss ebenfalls mit einer Abstrafung rechnen.

Ein bisschen Zigarrenetikette

Nichtsdestotrotz kann man sich auch als Zigarrenraucher, als Genießer und wahrer Aficionado, an den einen oder anderen Leitfaden halten. Eine gewisse Handlungsweise ist im Umgang mit Zigarren nicht immer erforderlich, aber immer doch gern gesehen.

 

  • Gemeinsames Rauchen kann ein Zeichen gegenseitiger Wertschätzung sein. Sich einfach eine Zigarre anzuzünden, ohne dem Gegenüber ebenfalls eine anzubieten, ist einfach nur unhöflich.
  • Bietet man eine Zigarre aus seinem Etui an, überlässt man die Wahl immer dem Gegenüber. Das ist wahre Höflichkeit.
  • Wer den Feuchtigkeitsgrad einer Zigarre beurteilen möchte, der übt lediglich einen leichten Druck auf die Zigarre aus. Noch besser ist allerdings der Geruchstest, da trockene Zigarren weniger Aromen abgeben.
  • Ein Raucherbereich in einem Restaurant muss nicht unbedingt bedeuten, dass auch das Rauchen einer Zigarre erwünscht ist. Dieses sollte immer extra erfragt werden.
  • Für manch einen gehört das Eintunken des Zigarrenkopfes zum guten Ton. Dafür werden Whiskey, Portwein oder Cognac genutzt. Für Winston Churchill war diese Tradition eine Selbstverständlichkeit.

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