Zigarrenmarke Bolívar: Rauchgenuss mit Freiheitssinn

Eine lange Zigarre liegt auf einer weißen UnterlageDie Zigarrenmarke Bolívar – eine Schöpfung, welche alle erprobten Aficionados zu schätzen wissen. Denn kaum eine andere Marke besitzt so viel Aroma und Stärke in einem. Zigarren der Marke Bolívar zählen zu den stärksten unter den Havannas und weisen eine starke Ähnlichkeit zu der Marke Partagás auf. Das kommt nicht von irgendwoher: Bolívar-Zigarren werden in der berühmten Manufaktur Partagás gefertigt und sind somit ebenfalls Teil des überaus anspruchsvollen Herstellungsverfahrens. Auf Grund ihres temperamentvollen Rauchgenusses sind die Bolívar Zigarren nur für erfahrene Raucher geeignet – ein Anfänger könnte leicht überfordert werden.

 

Ein Klassiker entsteht

Im Jahre 1901 wurden die Bolívar in den großen Markt der Zigarren eingeführt. Die in Havanna ansässige Firma José F. Rocha wurde in den 1950er Jahren von den Brüdern Rafael und Ramón Cifuentes übernommen. Durch diesen Schachzug erlangte die Firma auch schnell außerhalb Kubas einige Berühmtheit. Durch die Kubanische Revolution wurde die Familie Cifuentes jedoch gezwungen, in die Dominikanische Republik auszuwandern. Ihre Zigarrenproduktion wurde durch die große Verstaatlichung von der Habanos S.A. übernommen. Auch wenn die Familie Cifuentes von der Dominikanischen Republik aus weiterhin Zigarren unter ihrem geprägten Namen produzierte, so sind in Deutschland bis heute nur die kubanischen Bolívars erhältlich.

 

Die Zigarrenmarke Bolívar trägt einen äußerst berühmten Namen: Sie wurde benannt nach dem spanischen Befreier Simón Bolívar, der von 1783 bis 1830 lebte.

 

Eine Bolívar – Genuss für den erfahrenen Gaumen

Ein Bündel von circa 30 Zigarren, gehalten von einem gelben Band, liegt auf einem TischEine Bolívar wird heute ausschließlich in der berühmten Manufaktur Partagás produziert. Sie entstehen alle totalmente a mano, also ausschließlich durch Handarbeit. Für ihre Einlage, ihr Umblatt und irh Deckblatt kommen ausschließlich Tabake zum Einsatz, die in der Region Vuelto Abajo angebaut und geerntet wurden. Die Einlage-Mischung enthält mehr Seco- als Volado-Blätter und ihr Deckblatt zeichnet sich vor allem durch eine äußerst dunkle Farbe aus.

 

Das Angebot an Zigarrenformaten ist entsprechend der Berühmtheit der Bolívar-Zigarren relativ groß. Die größten unter ihnen sind die Coronas Gigantes mit einer Länge von 180 Zentimetern. Länger, dafür aber dünner sind die Sonderformate der Especial No. 2 ER 2009. Die manuell gefertigten Longfiller gibt es aber auch in den gewöhnlichen, gängigen Formaten.

 

Egal in welchem Format: Die Zigarrenmarke Bolívar richtet sich ausschließlich an erfahrene Raucher, die einen starken Geschmack vom Anfang der Zigarre bis zum Ende zu schätzen wissen. Die Zigarren sind kräftig und würzig, bieten aber trotzdem Raum zur Entfaltung über die Länge der Zigarre hinweg. Fruchtige Frische sowieso die rustikale Schwere des Tabaks harmonieren nebeneinander und bieten ein berauschendes Aromaspiel.

 

Simón Bolívar – Ein Kämpfer für die Freiheit

Schwarz-weiße Skizze des Simon Bolivar

Noch heute schmückt sein Antlitz eine der besten Zigarrenmarken der Welt: Simón Bolívar, der Namensgeber einer Zigarrenmarke – und eines ganzen Landes.

 

Simón José Antonio de la Santísima Trinidad Bolívar Palacios y Blanco war ein Freiheitskämpfer und gilt in den südamerikanischen Ländern noch heute als großer Held. Er lebte in der Zeit von 1783 bis 1830. Als gut ausgebildeter und reicher Sohn einer Mestizenfamilie schloss er sich recht bald der südamerikanischen Unabhängigkeitsbewegung an. Er war der erste Präsident des damaligen Großkolumbien, welches Venezuela, Ecuador und Neu-Granada umfasste. Anfangs noch recht beliebt, machte er sich in den späten Zwanzigerjahren immer mehr Feinde. Nachdem er sich selbst zum Diktator ernannt hatte, planten seine Gegner ein erstes Attentat, das er jedoch überlebte.

 

Bolívar wurde sich seiner geringen Beliebtheit im Volk und in den politischen Ebenen bewusst und entschloss sich für ein Exil auf den karibischen Inseln. Bevor er abreisen konnte, starb er. Bis heute wird angezweifelt, ob tatsächlich die Tuberkolose Schuld ist an seinem Tod – oder eine absichtliche Arsenvergiftung. In den 1840er Jahren begann die bis heute andauernde Heldenverehrung des Simón Bolívar.

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